Dienstag, 25. April 2017

Ein erster Flug oder,......

.......Düsseldorf ohne Schuhe erkunden!

Was für ein Tag!

Isaac ist zum ersten Mal alleine geflogen und da die Flugtickets recht hoch gepreist waren hier in den Niederlanden, weil Ferien sind, ist er Düsseldorf -Wien geflogen. 

Natürlich war er aufgeregt, doch ich glaube ich war noch mehr aufgeregt, ob doch alles gut geht. Er gut durch die Sicherheitskontrolle kommt und das richtige Gate findet etc.!

Mein Sohn, der weiß wie mein Herz schlägt hat uns dann beruhigend angerufen, dass er beim richtigen Gate sitzt und wartet bis das Bording beginnt.

Unser kleines Düsseldorf-Abenteuer konnte beginnen. Mit Meneer van Duin und den zwei Jüngsten der Familie schlenderten wir durch das Zentrum und kauften bei dm ein. Das ist natürlich nichts besonderes, nein nicht wenn man in Österreich, oder Deutschland wohnt, aber für mich ist es zu einem Highlight geworden. Bekannte Produkte, zu einem kleinen Preis, ein wahres Paradies. Gutes festes Brot durfte auch nicht fehlen und wir sind Essen gegangen, typisch deutsch. Speisen die ich kenne und manchmal auch vermisse. Meneer van Duin hat mich auf Leberkäse mit Spiegelei und Rösterdäpfel aufmerksam gemacht und das war so weich, dass sogar ich es essen konnte.


Oh, wie haben wir es genossen und die Kinder mit uns. 

Vienne hatte sich schon im "Wirtshaus" einen Schuh ausgezogen, da ihre Fersen schmerzten und sich geweigert diese zum Gehen wieder anzuziehen. Gutes Reden nützt gar nichts, wenn sich unsere Kinder einmal etwas in den Kopf gesetzt haben, dann ist das so. Meneer van Duin hat sie einige Zeit getragen, was auch nicht so leicht ist. Bei einer Kreuzung setzte er sie kurz ab und als es grün wurde lief sie mit ihren langen Socken über den Zebrastreifen und von tragen war keine Rede mehr.


Passanten schauten sie immer verwundert an und tuschelten, doch Vienne hatte eine wunderbare Schuh-freie-Zeit! 


Wie einfach-schön das Leben doch sein kann!

Montag, 24. April 2017

Ein Lied.....

...... und Erinnerungen werden wach!

Lieder sind für mich eine Glückseligkeit! Sie begleiten mich tagtäglich seitdem ich denken kann. Meine Mutter hat schon geträllert und ich liebte ihre Stimme und ihr strahlen. Am Morgen lief immer der Radio und obwohl es nicht mein Musikgeschmack war, konnte auch ich die Schlager und volkstümliche Musik, sowie ungarische und serbische Lieder mitsingen. So sangen und lächelten wir gemeinsam.

Vor einigen Wochen, die zwei Jüngsten waren krank und ich immer wieder Nachts an dem einem oder anderem Bett. Mit Musik im Ohr sitzt es sich besser und mein YouTube Verlauf erweitert sich.

Bei einem Lied, dass ich so mal anklickte kamen mir plötzlich die Tränen. Zuerst war ich ganz verwundert und fand gefallen an den Stimmen und besonders an dem Gefühl, dass durch den Bildschirm meines Handy's zu mir durchdrang. Immer und immer wieder klickte ich auf Play. 

Es war der Refrain, der mich an die letzten Worte meiner Mutter erinnerte. Unser letztes Telefongespräch vor ihrem plötzlichem Tod. "Mein Schatz, wenn man einmal wirklich liebt im Leben, dann liebt man für immer!" Kurz danach war sie tot. Sie ist nicht an gebrochenem Herzen gestorben, sondern an einem Gehirnschlag. Ihr Herz war schon lange gebrochen und trotzdem war es voll Liebe, oder vielleicht gerade deswegen.

Dieses Lied begleitet mich jetzt. Ich höre es wann auch immer und denke an meine Anyukám!

Was für eine tolle Frau sie doch war! Mit wunderbaren, erstrebenswerten Eigenschaften und Talenten, Ihre Schönheit hat mich schon als Kind verzaubert. Diese seidige geschmeidige Haut, das bezaubernde Lächeln, ihr Duft und ihre Stimme, die ich wie so vieles andere vermisse.

Einmal werden wir wieder gemeinsam singen und lachen, bis uns die Bäuche wehtun. 

Anyukám nagyon szeretlek!


Dienstag, 18. April 2017

Ostermontag.....

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..... Spaziergang!

Mit meiner ältesten Tochter alleine Zeit zu verbringen ist eine wahre Seltenheit auch wenn der Wunsch noch so groß ist. Schule, Musical, arbeiten und lernen geht meistens vor und wenn sie ein wenig Zeit dazwischen zur Verfügung hat bin ich mit meinem Alltag und den kleineren Kindern beschäftigt. Als Älteste muss man da leider oft zurückstecken. Ich erinnere mich an meine Kindheit und die besondere Zeit die meine Mutter für mich hatte.

Heute haben wir uns Zeit gestohlen und sind mit Cyra auf in die Natur zum Engelermeer gegangen ca. 10 min von unserem Kasteel entfernt.



Herrlich! Die Sonne war warm, der Wind nicht zu kalt und reden, viel zuhören (weil es so angenehm ist) und die Zeit genießen.

Die Pläne der jungen Dame ändern sich im Tage-Wochen-, oder Monats-Takt und immer ist es interessant.  Wenn man so am plaudern ist, geht es sich einfach und schnell. Alles ist leichter und im nu sind wir einige Kilometer gegangen.

Nie wird es langweilig, ich liebe es mit dieser sprudelnden Schönheit unterwegs zu sein.

Sonntag, 16. April 2017

Schwestern-Zeit....

..... immer Willkommen!

Meine jüngste Schwester kommt 1 bis 2 mal im Jahr zu Besuch. Immer ist die Zeit viel zu kurz auch haben wir einige Tage nur für uns.

Für dieses mal hatte ich ganz viel vor und war ganz enttäuscht das meine Operation auf den Freitag vor ihrer Ankunft eingeplant wurde.

Ich habe sogar probiert ihr ihren Besuch auszureden, weil die Vorstellung ich mit Schmerzen im Bett und eher eine Last als Freude mich nicht entzückte. Sie ließ sich nicht abwimmeln. Natürlich nicht!
Diese Operation habe ich besser verkraftet und dir Schmerzmittel haben gute Arbeit geleistet. Außerdem fühlte ich mich viel stärker als jemals zuvor. Was für ein Glück, was für ein Segen.

Diese besondere Frau, die bald selber Mutter wird, ist ein Vorbild für mich. Ihr Lächeln bezaubert mich, ihre Kreativität scheint grenzenlos zu sein. Sie weiß was sie will und zieht es mit Überzeugung durch. Als Lehrerin einer Volksschulklasse hat sie einige Eigenschaften, die ich immer wieder an ihr bewundere. Meine Kinder lieben sie und viel zu oft fragen sie nach ihr: "Wann kommt Annemarie den endlich wieder?" "Wie haben doch genug Betten, Mama!"

Wie leicht sie in unseren Alltag einfließt.

Eines fehlt nie und das ist Jolly spielen! Wir können stundenlang zusammen spielen, unterhalten uns nebenbei, hören Ansprachen von Generalkonferenzen, Musik oder sind ganz im Spiel versunken. 

Wie lieb ich sie hab meine AN-NE-MA-RIE!

Donnerstag, 6. April 2017

Tomorrow is.....

always fresh!

Im Dunkeln der Nacht habe ich mich ohne Mundschutz aus dem Haus getraut! Bin mit meiner 4-beinigen Partnerin durch den späten Abend gestapft und habe im Mondlicht eine paar Schritte zu Michael Bublé getanzt.

Heute Nachmittag  ist mir, in einer kleinen Ewigkeit von 20 Minuten, meine Prothese entfernt worden. Ein Moment des Nackt-seins überkommt mich immer, wenn die Prothese entnommen wird. Ich versinke für einen Augenblick, schließe meine Augen um durch dieses Gefühl hindurchzutauchen. Das Gefühl ist unbeschreiblich, für mich fast eine andere Art der Demütigung. Ich kann dem Gefühl nicht entrinnen, mit gerader Haltung wünsche ich mir unsichtbar zu sein.

Morgen wird an meinem Kiefer weitergearbeitet! 

An der im September stattgefunden Knochentransplantation wird weitergearbeitet, was etwas Positives ist, doch mit dem Wissen des Schmerzes der mich erwartet ist es kein Spaziergang.

Leider hat sich bei der letzten Kontrolle gezeigt, dass sie der linke Oberkieferknochen wieder entzündet hat und soweit Möglich abgeschabt werden muss. Nur noch einmal ist das Möglich. Bringt es keinen Erfolg, werde ich auch da eine Knochentransplantation brauchen müssen. Ein gestückeltes Kiefer, was für eine Vorstellung!

Somit wird in einer Operation an zwei verschiedenen Stellen geschnitten, gefeilt und gehobelt mit 3 Spezialisten, die auf Erfolg aus sind. Was für ein Glück!

Meneer van Duin weicht nicht von meiner Seite bis ich in diesen leichten Schlaf aus dem man mich wenn nötig wecken kann. Ich hoffe, auf einen schönen Traum, der alles andere nicht Wirklichkeit scheinen lässt!

In den letzten 7 Wochen habe ich mich mit meiner Leidenschaft des Laufens auf diesen Eingriff vorbereitet. Ich hoffe dadurch stärker zu sein nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Ich bin 4-6 mal pro Woche gelaufen, nur die letzen 2 Tage nicht mehr. Ich habe mich schwach gefühlt und hatte mit all den Vorbereitungen, die man so als Mutter hat, viel zu viel zu tun. 

Tomorrow is always fresh!

Donnerstag, 23. Februar 2017

Sommertante?......

......ich bin bereit!

Ich werde Tante, zum 4ten mal und das im Sommer 2017! Herrlich!

Meine Schwester Veronika hat mich mit ihren tollen Jungs Eric, Jeremy und Logan zur 3fachen Tante gemacht und jetzt ist meine Süße dran und über dieses "Zuckerl" in ihrem Bauch freue ich mich ganz besonders.

Dem tanzenden Babybauch kann ich im Moment nur per Filmchen bestaunen und immer wieder abspielen. Die Kinder beten seit Monaten: "bitte segne das Baby in Annemaries Bauch!" und ich sehe die süßesten Sachen um mich hin.

So auch gestern diesen herrlichen Kinderwagen aus den 60ziger Jahren, um diesen erstaunlichen Preis, in einem Kringloopwinkel (Secondhand-Laden) in der Stadt.


Leider trennen uns mehr als 1000 km und mit 5 Kindern im Auto hat kein Kinderwagen platz, obwohl wir immer versuchen spärlich zu packen!

Erinnerungen werden wach aus der Zeit als unsere Mutter mit meiner jüngsten Schwester schwanger war und ich als fast 16 Jährige alles ganz genau beobachtet und miterlebt habe. Unsere Mutter war eine Schönheit mit ihrem Schwangerschaftsbauch und jetzt wird unser Nesthäkchen selbst Mutter. 

Ich freue mich sehr auf dieses "Zuckerl", das Anfangsschwierigkeiten an unheimlicher Übelkeit und Erschöpfung ausgelöst, aber sich immer "pudelwohl" gefühlt hat.

Liebes kleines Zuckerl,

ich kann es kaum erwarten, dich zu Gesicht zu bekommen, dich zu herzen und zu lieben!

Deine Tante A.-Alexandra

Montag, 13. Februar 2017

Lauf,.....

......wie habe ich Dich vermisst!

Gestern, hab ich mir vorgenommen meinen Träumen der letzten Wochen zu folgen. Ich laufe in meinen Träumen und fühle mich herrlich, frei und so leicht. 

Also warum nicht, vor ein bisserl mehr als einer Woche habe ich zum ersten Mal getanzt nach meiner Knochentransplantation und heute Abend war ich das erste Mal Laufen.

Natürlich mit meiner liebsten Partnerin Cyra!

Ja, ich hatte meine Bedenken. Immer wieder habe ich heute während des Tages darüber nachgedacht, ob ich es wirklich wagen soll. Ob ich vielleicht Schmerzen bekomme, vielleicht falle, oder es ganz einfach nicht mehr kann, keine Kondition habe. Die Kälte hat mir auch einige Gedanken geraubt. Kälte schmerzt mein Gesicht.

Das letzte Mal bin ich in der Nacht vor meiner Knochentransplantation gelaufen im September 2016.

Er war herrlich-anstrengend!

Ich bin nicht sehr chic ausgestattet, außer meine Schuhe, die mir Meneer van Duin geschenkt hat fühlen sich noch immer gut an. Wahrscheinlich hab ich mehr wie ein kleines Nilpferd mit Brille ausgeschaut mit meinem grauen gefütterten Jogginganzug der aus den 80zigern sein könnte.

Eingerostet bin ich, meine Schultern ein wenig hochgezogen, meine Schritte vorsichtig und langsam. 3 Kilometer war mein Ziel heute. Sehr wenig im Gegensatz zu früher, doch genau Richtig für einen Neubeginn!

Jetzt ein paar Stunden später und nach einem Bad kann ich nicht über Schmerzen im Gesicht klagen. 

Toll finde ich das! Morgen wieder? Ja, wenn möglich morgen wieder!

Dienstag, 10. Januar 2017

4 Rehe am....

.....Zentralfriedhof!

Das war ein ganz besonderer Freitag, der letzte im Jahr 2016.

Schon früh morgens haben meine jüngste Schwester und ich uns hinaus getraut in die klirrende Kälte um unserer Mutter einen Besuch abzustatten. Die empfängt immer! Doch muss der Portier das große schwere Haupttor des Zentralfriedhofs öffnen, nur dann ist der Besuch möglich.

Es war so kalt, das meine Oberschenkel weh taten, obwohl ich gut eingepackt war. Schnellen Schrittes gingen wir zielstrebig in die richtige Richtung und hatten uns viel zu erzählen. Sonst schlendern wir eher und schauen uns die Gräber an. Reden über die Namen, Jahreszahlen und was uns sonst noch so einfällt, diesmal nicht.

Durch meinen Atem war mein Mundschutz ganz nass und kalt geworden zum Glück habe ich immer einige in meiner Tasche und konnte somit diese unangenehme Situation schnell verlassen.

So früh ist es ganz ruhig und still am Friedhof. Kein einziger Mensch war zu sehen. Zum Glück haben wir noch 3 Nelken am Tor kaufen können und so standen wir am Grab.


Es war zu kalt um eines ihrer Lieblingslieder zu singen und so sang ich in meinen Gedanken und dachte mir als ich bei der 3. Strophe angelangt bin, ob das nicht zu komisch ist. Im Gedanken zu singen, doch ich sang weiter und mein Blick schweifte nach links vom Grabstein ab und was sah ich: "ein Reh!"

Das Reh sah mir in die Augen und ich hatte auf einmal das Gefühl als würde dieser Blick tief in meinem Inneren verschwinden.

Als ich meine Hand nach meiner Schwester ausstreckte die, wie ich dann sah, auch auf das Reh blickte, wendete sich das Reh mit dem tiefen Blick  ab und rannte zu 3 wartenden Kameraden.

3 der 4 Rehe
Wie schön! So etwas besonderes! Noch nie erlebt!

Natürlich hat es gedauert bis ich das Handy aus der Tasche geholt hatte um noch ein Foto zu machen. Viel zu weit weg, hab ich doch noch eines ergattert.

Denke so gerne an diesen Freitag morgen in Wien zurück. Den letzten im Jahr 2016!

Sonntag, 1. Januar 2017

Neujahr......

 
..... im Musikvereinssaal!

Anders geht es doch gar nicht! Ohne dem Neujahrskonzert das Jahr 2017 zu beginnen nicht auszudenken!

Noch dazu hab ich mir einen Genuss aus Wien mitgebracht. Meine Tochter hat mich beschenkt mit dieser herrlichen Kalorienbombe die Punschkrapfen heißt. Ein wahrer Liebling die Tochter und der Krapfen.

Nach den herrlichen Tagen in Wien, über die ich noch schreiben werde sind wir wieder zurück in den Niederlanden und holen uns Wien durch den Fernseher ins Wohnzimmer.

Leckeres Brot, Käsewurst, Emmentaler Käse und Kremsersenf werden ein paar Tage noch an das Vermisste erinnern und meinen Bauch füllen. Herrlich!

Und nicht zu vergessen meine Sonnentor Tee&Gewürzekollektion! 

Diesmal habe ich beschlossen, dass ich nie wieder so lange von Wien getrennt sein möchte. Eineinhalb Jahre war viel zu lang und mein Heimweh ist nicht mehr zu kontrollieren und ich bekomme nicht genug. Möchte die Nächte so kurz wie nur möglich halten, kann nicht schlafen, weil ich das Gefühl habe nicht genug Zeit zu haben und meine Tage immer zu kurz sind.

Auf ein schönes und erfolgreiches 2017

Dienstag, 27. Dezember 2016

Das Haus vom....

.....Schneewittchen!

Die Atmosphäre  die ich heute für ein paar Stunden kosten durfte verspüre ich jetzt noch. So warm und beschützend. Gefüllt mit Liebe und Stil. Ein Hauch von Romantik und Bodenständigkeit. Ich habe alles aufgenommen, als hätte ich bei jedem Atemzug mein Inneres damit gefüllt. 

Seit Jahren sind wir befreundet, das Schneewittchen und ich. Damals hatte sie noch langes schwarzen Haar das ihr blasses zartes Gesicht umrahmte, deshalb gab ich ihr den Kosenamen Schneewittchen. 

Selten sehen wir uns, doch wenn wir uns sehen ist es so als wären keine Jahre vergangen. Ich liebe es ihren Ideen zu lauschen und ihre Körpersprache żu beobachten. So vieles ihres Seins spiegelt sich in ihrem Haus wieder. Eine perfekte Beziehung.

Schon der Vorgarten der sich in der breite des Hauses erstreckt ist so einladend, obwohl im Moment noch verschönert wird. Gefüllte Vogelhäuser locken die Piepmätze an und so flattern oder tanzen sie um die Futterstellen herum. Wenn man die Villa betritt muss erst ein dicker Vorhang geteilt werden der die Kälte, als ungebetenen Gast draußen lässt. Man kommt in einen warmen, großen Vorraum, der im hinteren Bereich als Esszimmer genutzt wird und so einladend und geschmackvoll eingerichtet ist, dass er einlädt um ein Weilchen zu bleiben. Das Wohnzimmer zur linken Hand hat einen wunderschönen alten Kamin als Dauergast und von dem geblümten Sofa, kann man herrlich "Vogerlschau'n". Die Küche zur rechten die mit einem uralten Herd, der noch mit Holz beheizt werden kann, die harte Arbeit der Vergangenheit zeigt, wo der Kaffee frisch gemahlen wird, bevor er mit Filter aufgebrüht und serviert wird. Glasflaschen, Glasbehälter, Holzschachteln, Metaldosen und die Lebensmittel vom Markt, Reformhaus oder anderen nicht "Jedermannssachegeschäfte" zeigt soviel Liebe und Nähe zur Nahrung. Natürlich wird recycelt, das muss man gar nicht fragen! 
Toilette und Bad im Alt-Neu-Gemisch, das Arbeitszimmer praktisch-modern-elegant und das Schlafzimmer ein Traum für jeden der Romantik liebt.

Meine Augen konnten sich gar nicht lösen von all den kleinen Details. Die Leser von Wohnen&Garten hätten ihre Freude an all dem Schönen, ganz bestimmt.

Dieses Haus strahlt eine Ruhe aus, die einem überkommt. Die Farben spielen in einer Harmonie miteinander, die der Seele gut tut.

Wie glücklich bin ich über dieses schöne und unerwartete Erlebnis und wie sehr habe ich den gedeckten Tisch zu unserem gemeinsamen "Spätstück" genossen.

Lieben Dank Schneewittchen, für diese einzigartigen Stunden mit meiner Familie in Deinem Haus.

Auf ein Wiedersehen im Sommer!

Freitag, 23. Dezember 2016

HOME IS WHERE.....

..... THE HEART IS!

Ist nicht nur ein Spruch, sondern auch ein Lied. Als ich es vor Jahren zum ersten Mal bei einem Konzert der Rounder Girls gehört habe, wusste ich nicht das es mich begleiten wird. 

HOME IS WHERE MY FAMILY IS, ist ein Spruch der in meiner Küche hängt. Und da bin ich meistens zu finden. Doch tief in meinem Herzen ist immer die Sehnsucht da, die Sehnsucht nach meinem Wien.

Auch bin ich unheimlich gesegnet, mit einem Mann der mich wachsen lässt, 5 wunderbaren Kindern, einem schönen Haus und einige ganz liebe Menschen um mich, trotzdem, fehlt etwas, etwas das niemand stillen kann. 

Allein das sein dieser einen Stadt, diese verwinkelnden Gasserl'n der Altstadt, diese herrlichen Häuser der Inneren-Bezirke, die Geschichte der Kaiserin Elisabeth,  und nicht zu vergessen die prachtvollen Parkanlagen und mein Servitenviertel. An der Rossauer Lände habe ich radfahren gelernt "Immer gerade aus schauen so weit wie du kannst!" hat er mir zugerufen, mein Vater. Im Kaiserwasser und der Neuen Donau lernte ich schwimmen. Den Kahlenberg und Leopoldsberg hab ich schon im Rucksack meines Vaters erklommen und später selbst mit kleinen Bergschuhen. "Immer den Markierungen nach!" war der Auftrag vom Papa und ich bin voll vertrauen vorgelaufen, um die nächste Markierung zu finden. Rollschuhlaufen in der Prater Allee und lange Spaziergänge im Grünen Prater immer in Ausschau nach dem Nagelbaum im tiefem Herzen des Waldes.

In der Vorweihnachtszeit den Christkindlmarkt besuchen und viele andere Weihnachtsmärkte. Weihnachtskonzerte lauschen und Kinderpunsch trinken. Die Lichterketten und Ornamente der Einkaufsstraßen bestaunen und noch husch, husch ein paar Einkäufe erledigen. Und immer viel zu Fuß gehen und nach oben schauen auf die Fassaden der Häuser.

Als 5 jährige hab ich das Christkinderl gesehen! Ich bin mir so sicher, dass es die Fenster unseres Wohnzimmers von außen geschlossen hat und mit seinen glänzenden Flügerln weggeflogen.

Meinen Kindern erzähle und lese ich Geschichten vom Christkinderl vor und wir warten gemeinsam.

Und dann kommt noch mein letztes Wiener Weihnachten dazu mit Meneer van Duin. Schon damals hatte ich ein Gefühl es wird ein letztes Weihnachten in gewohnter Umgebung sein. Im meine Stadt zu zeigen in diesem herrlichem Flair, ihn in meine Welt der Musik eintauchen zu lassen, nicht wissend das sein Musikstil ganz anders ist. Genossen haben wir die Weihnachten 2008 und wie schön, dass Erinnerungen, manchmal im Kerzenlicht, noch schöner sind. In diesem Lied von den Rounder Girls von Minute 1:28 - 2:55, welches mich immer zum Lachen bringt, wird genau beschrieben, was damals in Wien passiert ist. Thanks Darling, for bringing me home this christmas!


Nur noch einmal schlafen!

Meine Liste für den heutigen Tag ist mehr als lang und dann, geht es morgens zeitig in der Früh los in meine Heimat, in meine Stadt, in mein Wien.

"Home is where the heart is, that's what they say."

Freitag, 16. Dezember 2016

Der Mundschutz.....

.....hat mich wieder!

Für ein paar Tage war es nur ein Gedanke "Vielleicht, hoffentlich nicht!" Gestern, wurde es Wirklichkeit. Ich musste mich auf Anraten meines Chirurgen, der die Knochentransplantation durchgeführt hat, von meiner Prothese trennen.

Ich hatte doch erst in den letzten paar Wochen Freundschaft mit ihr geschlossen und jetzt ist sie wieder weg.  Die Narben und das Zahnfleisch schmerzen und ich bin innerlich geknickt.

Leider hat der transplantierte Knochen zuviel Druck abbekommen, obwohl die Prothese speziell und anders als sonst für mich angefertigt wurde. Sie war zum Beißen nicht geeignet und diente nur für das optische Bild. Trotzdem, es war herrlich "normal" auszusehen und natürlich fühlte ich mich wieder freier und konnte nach einiger Zeit auch wieder richtig sprechen und lachen. Noch dazu hat sich das Zahnfleisch entzündet und somit stand für den Chirurgen fest, die Prothese muss anders platziert werden oder raus. Meine Zahnärztin hat sich ein paar Tage Bedenkzeit erbeten und meine Hoffnung stieg. Es gab keinen anderen Weg als die Prothese zu entfernen. Sie war so gut befestigt, dass es ziemlich lange dauerte um sie zu lösen und natürlich nicht zu brechen, was leicht möglich ist. Nun kann der Heilungsprozess einsetzten. 

Einige Wochen wird es dauern. Und ich sollte klug sein und mich mit meinem Mundschutz und meiner Situation wieder anfreunden. Was so leicht gedacht, oder gesagt ist! 

TUN ist immer schwierig!


Samstag, 10. Dezember 2016

14....

 ......die Zeit vergeht!

Damals, im Servitenviertel in Wien, hat er als meine erste Hausgeburt bei Kerzenlicht und Chopin-Musik das Licht der Welt erblickt. Mit seinen kleinen Augen, ohne zu schreien mich angeschaut, ich liebe diese Augen noch heute. Immer wieder füllt diese Erinnerung mein Herz und ich bin unendlich dankbar, diesen Jungen meinen Sohn nennen zu dürfen. Mein erster Sohn.

Ein hilfsbereiter, sanfter Teenager, der mit seinem Charme so manche verzaubert. Ein Talent der Organisation und ordnungsliebend. Schnell am Fußballplatz mit großem Einsatz bereit die Gegenmannschaft am Sieg zu hindern. Kleidung und gutes Aussehen sind ihm wichtig und er ist immer auf Schnäppchenjagd um seine Wünsche zu erfüllen. 

An seinem Geburtstag sind wir schnell in die Stadt geradelt um kurze Zeit alleine zu sein. Es ist für mich immer schön mit ihm zu sein. Ich liebe es ihm zuzuhören und in seine Welt einzutauchen und sein Lachen.

Ein wahres Geschenk mein Isaac!

Dienstag, 6. Dezember 2016

Sankt Nikolaus Traditionen......


...... im Hause van Duin!

Als Österreicherin in den Niederlanden ist das so eine Sache mit den Festtagen um die Adventszeit.

Sinterklaasintocht Engelerburcht
 Die Niederländer feiern den Sinterklaas sehr groß. Schon in früheren Post habe ich darüber berichtet. Es gibt eine eigene Kindernachrichten Sendung "Sinterklaas Journal" welches ca. 3 Wochen vor dem 5 Dezember täglich, um 18 Uhr, im Fernsehen zu sehen ist und alles Mögliche und Unmögliche über den niederländischen Sinterklaas der aus Spanien mit einem Dampfschiff und seinen Helfern die zwarte Pieten, (dieses Jahr waren sie sogar bunt und nicht nur schwarz) in Richtung Niederlande fährt, berichtet. Sinterklaas bewohnt ein großes Schloss und jeden Tag gibt es verschiedene Aufgaben zu erfüllen bis der heiß ersehnte Pakjesavond (Päckchenabend) kommt und alle Kinder am 5. Dezember am Abend beschenkt werden. 

Wir warten auf das Boot
Dazu gibt es einige Aktivitäten, die wir als Familie  auch besuchen. Zum Beispiel den Sinterklaasintocht hier in Engelen. Sobald Sinterklaas seinen Fuß auf Niederländischen Boden gesetzt hat, durfen die Kinder ihren "schoen zetten". Ein Schuh wird abends aufgestellt ein Liedchen gesungen und am nächsten Tag ist dieser mit leckeren Dingen gefüllt. Manchmal auch mit Geld. Auch in der Schuhe wird der Schuh aufgestellt. 

Constantin hat für Sinterklaas gezeichnet
Auch die Firmen feiern mit Ihren Angestellten und deren Kindern Sinterklaas und so ist das auch einer unserer Punkte jedes Jahr. Die Eltern dürfen für jedes Kind ein Geschenk aussuchen, welches dann vom Sinterklaas gebracht und von den Pieten ausgeteilt wird.

Was mag da wohl drinnen sein?
Die Leckereien in diesen Monaten sind pepernootjes, chocola, chocoladeletters, kruidnoten, speculaas, marsepein, schuimpjes, taai taai und noch einiges mehr.

An der Schule...

...im Bakfiets
Es gibt unzählige Lieder und Gedichte zu dieser Zeit. Die Kinder laufen in bunten Pietenkostümen herum und spielen Szenen aus dem Sinterklaas Journal nach, welcher ein Fixpunkt an jedem Abend ist und in der Schule meistens auch gezeigt wird.

In unserem Haus, beginnt es mit der Adventzeit weihnachtlich zu werden. Um Meneer van Duin zu schonen wird dezent weihnachtlich geschmückt. Der Adventkranz wird jedes Jahr selbst gemacht und in meinem Auto läuft ab dem ersten Advent Weihnachtsmusik. Ich liebe es! Seit dem ich denken kann hab ich Weihnachtmusik gemocht und erinnere mich gerne an meine Kindheit und die Hausmusik mit meinem Vater.

Ganz simpel dieses Jahr
Adventkalender sind natürlich auch ein "Muss". Dieses Jahr habe ich sie aus Deutschland geholt, da ich traditionelle wollte. Zu jedem Adventsonntag wird eine besondere Adventsgeschichte gelesen und ab dem 1. Dezember jeden Tag am Abend im Kerzenschein des Adventkranzes eine passende Geschichte dazu. 

Vienne liebt es in den Büchern zu stöbern
Es ist immer mein bestreben den Kindern mehr an österreichischen Bräuchen mitzugeben. Die größeren Kinder daran zu erinnern und in ihren Erinnerungen zu stöbern und die Kleinen, die hier geboren wurden, damit bekannt zu machen.

Zum Nikolo ist es immer anders, manchmal die niederländische Variante mit wenigen Geschenken, oder die Österreichische mit Krampus und Nikolo. Dieses Jahr haben die Kinder die Schuhe am Abend geputzt. Manche mit sehr viel Widerwillen und danach aufgestellt. Heute Morgen waren die Schuhe gefüllt und strahlende Kindergesichter erfreuten sich an den kleinen Geschenken. 

es wird eifrig ausgepackt
Meine liebste Aufgabe ist es dann die Schuhe zu füllen, ein ganz kurzer stiller Moment für mich im Gedanken an jedes einzelne Kind und Meneer van Duin.

Schöne Traditionen, die Familien vereinen und gemeinsame Erinnerungen schaffen, für spätere Generationen.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Ein schöner.....

 .....Abend!

Es war herrlich mit meinen ältesten Kindern einen Abend zu verbringen. Wir hatten so eine schöne und relaxtes Zusammensein. Habe es genossen, nicht als strenge Mutter, die Regeln macht und darauf meistens achten muss, damit sie eingehalten werden, sonders als Freundin Zeit mit ihnen zu haben. Die Gespräche waren herrlich. Es war fast so wie in alten Zeiten, als wir noch "alleine" waren.

Das müssen wir bald wieder machen, waren Marie-Louise und Isaac sich einig und am liebsten in Wien!